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Magenspiegelung (Ösophago-Gastro-Duodenoskopie)


Ist nicht routinemäßig, sondern nur bei Oberbauchbeschwerden erforderlich, da ein Befund ohne Symptome keine Therapie nach sich ziehen würde. Allerdings kann manchmal eine Gewebsprobe und mikroskopische Betrachtung die Differentialdiagnose zwischen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa erleichtern. Andererseits sind symptomatische Verengungen (Stenosen) im Duodenum (Zwölffingerdarm) bei Morbus Crohn-Patienten nicht selten. Bei Morbus Crohn sind Spiegelungen nur zur initialen Diagnosestellung und bei neu aufgetretenen Problemen gerechtfertigt, also weder routinemäßig noch zur Therapiekontrolle. Bei der Colitis ulcerosa dagegen ist eine routinemäßige Spiegelung im Rahmen einer Krebsprophylaxe bei Risikopatienten (Dauer der Erkrankung >12 Jahre, Pankolitis=der ganze Dickdarm ist befallen) angezeigt. Zur Therapiekontrolle reicht eine Rektoskopie. Im Rahmen der Ileo-Koloskopie können auch operative Eingriffe vorgenommen werden, für die sonst eine Operation am offenen Bauch nötig wäre. Am besten etabliert ist die Aufdehnung von Verengungen (Dilatation von Stenosen), ferner ist eine Entfernung von Pseudopolypen (die durch Blutung, Schleimabsonderung und Stuhlgangreiz Beschwerden machen) mit der elektrischen Schlinge möglich.